der Poesie und bildenden Künste.
Ihre Scharten verbergen die Alpenmaus und das Schnee-huhn.
Tiefer erhebet der Taxus sein Haupt und der dunkle
W a c hh o l dcr,
Früher als diese, die Birke, der Laryx, entblät-tert im Winter.
Ihren Füßen entsteigt, gedeckt von ihrer Umschattung,
Ein unzähliges Heer balsamischer Pflanzen der Alpen.
Heerden irren hier in schwelgendem Ueberflusse
Um die genügsame Sommerhülte der Freigebohrnen.
Phöbus Strahl entbindet aus tausend würzigen Pflan-zen
Reinere Lebenslust und rosensarbne Gesundheit.
Kühlende Lüft' umwehn euch, Söhne heiliger Alpen,
Würziger Pflanzen Duft umsäuselt euch in der Küh-lung ;
Abrr betäubender ist der Duft von Auranzicn - Hai-nen ,
Welche der Wind ins Mces entführt von Portugals Kü-sten,
Oder von Rosengebüschen des zweimalblühenden Pä-
stum;
Selbst bemoosten Felsen entsteigen dort Veilchengerü-che. —
Lieblicher seyd ihr noch, ihr Blüthen heißerer Zo-nen,
Lausendfarbige Töchter der senkrechtstehenden Sonne,
Deren Hauch mit Balsam die schwüleren Lüfte be-
schwängcrt.
Dichter sangen nur Rosen, nur Gärten der Hxsxeriden;
Niemand feierte noch die tropischen Blüthen des Auf.
gangs.
K 2