der Poesie und bildenden Künste. 107
Homer nicht im Anfänge der Iliade schreckhaft zuzeichnen.
— Die Aölker aus ArgoSFielen bei Haufen dahin ; die scharfen Pfeile desGottes
Flogen tödtend umher im ganzen achäischen Kriegs-heer,
Daß man täglich die Leichen, gethürmt in Hau-fen, verbrannte.
Denn wem ist unbekannt, daß ansteckendeKrankheiten das gewöhnliche Gefolge aller Kriegs-Heere sind, und elender metzeln, als das Schwertdes Feindes?
3 . Als die Göttin endlich im Buken der Grie-chen die Streitlust wieder erweckt,
Daß sie nach unablässigem Kampf und Schlachtensich sehnen,
und ihnen der Krieg wiederum viel süßer dünkt,
— als vormals
Ihnen die Rückfahrt schien zum werthe» Lande derHcimath,
will der Dichter dem blutigen Gefechte noch durcheine billige Auskunft zuvorkommen. Mene-laus und Paris, deren Sache es eigentlich alleinist, um deren willen Menschen hingeopfert werden,sollen durch einen Zweikampf den Zwist entscheiden.
— Ihn Härten mit Freude die Griechen und TrojecHoffend, das Ende zu sehn des elendbringendenKrieges.