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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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II. Ideen zur Geschichte und Kritik

Noch i» den Thalern, den Wäldern, den tiefen Kluft

ten der Berge

Naubbegierige Wuth; allein was gehet sie uns a»?

Aber welche Gefahr, und welche tödtende Zwie,

kracht

Schleicht sich in eine Brust, die von Leidenschaften

nicht rein ist!

Wie zerfleischen das Herz die angsttichcn, scharfen

Begierden!

Wie zernaget die Sorge den Menschen! wie quälet

die Furcht ihn!

Welche Verwüstungen richtet der Stolz nicht an, und

die Geilheit,

Und der Uebermuth, das Prassen, die niedrige Faul-heit !

Alles dieses hat Er, mit Waffen nicht, aber

mit Worten,

Tief aus dem Herzen hinweggeraumet und selber ge-bändigt ;

Und ihm gebührete nicht der Dank, der Göttern ge-bühret?

Ihm, dem Manne, der selbst mit Götterzunge von

ihnen

Ost gesprochen und ganz der Dinge Natur uns ent-hüllt hat.

Auf die Spuren von seinem Pfade tret' ich

So pries ein Römischer Dichter, Lukrez, Ei-nen seiner Lieblinge der Vorwelt, und er hat meh-rere derselben als Genien unsres Geschlechts, alsGötter und Sterne an den Himmel gesetzt, weil sieLebensweishöstt und Humanität unter d«