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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
Seite
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bei den verschiedenen Völkern rc, 69

dienst und Ehre ein Abgrund sey, aus demnichts Gutes erwachse: darüber klagt der Verfasserdes Gesprächs über den Verfall derBeredsamkeit, mit edlem Römerherzen. WasHilsts, unfruchtbar nachklagen?

Wenn in manchen Standen und Be-rufsarbeiten der Name Geschmack nochein Vorwurf ist: eilt hinzu, rottet die Dornenauch mit blutigen Händen aus, und der Geschmackwird über neue Provinzen herrschen.

Wenn alte Gewohnheit, Neid undKabale sich mit Schwestlfackeln in der Hand ver-einigen ; wohl auch die Guten können sich vereini-gen! Das Licht der Sonne ist stacker, als dieSchwefelfackel.

Wenn verführende Muster des Ge-schmacks herrschen: sprecht ihnen entgegen, warnteben an ihren Fehlern, oder vielmehr, wenn ihrkönnet, sprecht mit der überwindenden Beredsamkeitdes stillen besseren Musters.

Endlich, da Freiheit und Menschenge-fühl doch allein der Himmelsäther sind,in dem alles Schöne und Gute keimt, ohne den eshin ist und verweset: so lasset uns mehr nach die-sen Quellen des Geschmacks, als nachihm selber streben. Er ist doch nichts, als Wahr-heit und Güte in einer schönen Sinn-lichkeit, Verstand und Tugend in einemreinen, der Menschheit wohlan stand i,gen Kleide. Je mehr wir also diese Hu mani-t a t auf die Erde rufen, desto tiefer arbeiten wir an