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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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bei den verschiedenen Völkern rc. 5r

nur scheinbar. So auch mit dem Geschmack:er ist nur Phänomenen und kann nur alsPhanomenon leiden. Das Uhrwerk der Na-tur wirkt gleich weiter fort zum Guten: denn nurdas Unvollkommene, das Eingeschränkte (wie dieseganze Geschichcabhandlung zeigt) zerstört sich: dasg ewi r kte V o l l k o m m e n e bleibt, wird immerlauterer und wirkt auf einer weiteren Fla-che weiter. Selbst die neuerzeugten Feh-ler wirken ein höheres Gute: sie sind Disso-nanzen zu einem höhern Wohlklange.

Nie also müssen wir, hinter dem, was gelhanist, stehen bleiben und verzweifeln. So lange dieNatur Genies weckt, bereitet sie auch Periodendes Geschmacks, und das geschieht in wech-selnden Intervallen von Land zu Lande,von Zeiten zu Zeiten. Sind einmal die Spensers, Shakespears, Miltons einer Narionda; die Steele, Pope und Addison Wirde»zu ihrer Zeit nicht ausbleiben. Vielleicht arbeitetDeutschland jetzt unter Trümmern und zerfallendenRiesenwerken einem Zeitalter des philosophi-schen Geschmacks entgegen, zu dem itztAlles, Fehler und Tugenden, Theorie und Uebung,sie mögen noch so blind gegen einander stoßen, dasSeine beitragt.

Geschmack ist aber nur Phänome-nen; und wie ihn die Natur höheren Zweckenuntergeordnet hat, so sollens auch ihre Die-ner und Statthalter, die Menschen. Wer einenMenschen ans Kreuz schlagt, um ihn, der Kunst

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