und Homilicn.
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stcns in Sprüchwörtcrn, sosche nachbarliche Liebevon Meinungen beweiset.) Und auch alles Unschul-dige bei der Anwendung des Sprüchwvrrs gesetzt:wars wenigstens bei Ankündigung der Suche sehrleichtsinnig. Konnte aus Nazareth, imErnste, nichts Gutes kommen? Ich glaube, dieFrage braucht keiner Antwort. Nathanael an sei-nem Theil war wieder ein Galiläer, der alssolcher, auch wieder seinen Beinamen von den an-dern Juden hatte. Das Land wirfts auf die Pro-vinz : die Provinz auf die einzelne Stadt: die Stadtauf einzelne Familien: so theilen und jagen sichdie Menschen mit Ungerechtigkeit und Leichtsinn.
Jesus aber vergalts ihm auf eine edle Weise.Da jenem, ehe er ihn gesehen hatte, bloß derName der Stadt genug gewesen war, etwas Nach-thciliges zu denken und zu vermuthen: nahm Je-sus Gelegenheit, vom Ersten, was ihm verstieß,vom Ansehen Nathanaels schon etwas Gutes zudenken und zu sagen: „Siche, ein achter Israelit,an dem kein Falsch ist!" Die beste Belohnungund Erwiederung des leichtsinnigen Übeln Verdachtsmit zuvorkommender Güte! Ein stiller Vorwurfalso für Nathanael! und es erklärt sich auch hier-aus, warum ihn Jesus Israeliten nennt, dajener ihn als Nazarener gescholten hatte: er
vergilt gleichsam das Provinzial-Unrecht, wasihm geschehen war, mit National,- Güte. Ausder kleinen Stadt sollte nichts Gutes kommen kön-nen, und das ganze Land sollte treuherzige Falsch-hcitslvse Israeliten fassen? wie sich hier derJünger gewiß dem Ansehen, der Bildung nach,