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Christliche Reden
XIII,
Lebens-Segen Jesu»
(Ueber Luc, ii, A 2 —88.)
(Am neuen Jahr.)-
das ewige Neujabrwünschen zeigt diemenschliche Armuth und Brechlichkeit. Daß krüpp-lichte Geschöpfe, wie wir, sich durchs Leben durch?winden und durchwünfchen müssen: daß wir nie ge-sättigt, bei jedem kleinen und großen Umstande, denwir nur neu nennen, auch unsre Hoffnung, Erwar-tung , Wunsch erneuren — nur wünschen müssen,weil wir nicht khun können — wie tief, zeigt das,muß die QMe unscrs Mangels liegen! welcher weiteKreis muß es seyn, der auszufüllen ist! Ja cs istunmöglich, daß er je ausgefüllt werde! Wir sind,wie an das Rad der Zeiten, so an ein Rad derSchicksale gebunden, die in ein Unermeßliches stre-ben, das wir nicht übersehen. Die Bande, womituns Zeit, Zufall und Reihe der Begebenheiten