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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Homilien.

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Wie konnte also dies min eine Verheißung aufChristum scyn? Und ich sage, wie anders als alsoeine Verheißung, ein Nord i!d

Sollte der Prophet Sachen sagen, die damalsniemand verstand? auf gut Glück, daß Menschensie nach einem Jahrtausend verstehen könnten?-Sollte er ein Zeichen dem Könige geben, was aberzum Unglück der König nicht fahr, was Jemandaber nach Jahrhunderten sehen würde? Und diesein Zeichen der nahen, der unerwarteten, der sogewissen Hülfe, als ein Knabe da vor den Augenwandelt!

Wir sehen also, mit allen Weissagungen undVorbildern der Art geben wir den Propheten Un-sinn schuld, oder sie müssen zu ihrer Zeit Sinngesagt haben ! Wenigstens Morgcnroth vom Sinne,und hier wollte ja eben der Verkündiger nicht Mor-gcnroth , sondern Hellen Tagssirahl, Licht der Ge-wißheit und Erfüllung geben; wollte ganz zeitmaßig,national, und zur Gewißheit des Königs reden.

Aber wie sehr ist überhaupt der leichte, wahre,gründliche Geist der Auslegung von der ganzen Ge-gend dieser Anwendungen entflohen! Man dichtetsich Ungereimtheiten, damit man sich Ungereimthei-ten schlecht löse. Laßt uns in die Worte der An-wendung des Evangelisten sehen, und bloß die Stelle,in die er Sache und Wort setzt, gibt allem dashellste Licht.

Der Engel erschien, um Joseph zu beruhigen,und gab chm ein Wunderzeichen, die Geburt einesSohnes von Maria.

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