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Christliche Reden
gleich Verlegenheit und Gram zuziehen sollte, wo-von ein rohes Gcmüth nicht weiß: selbst dies bringtdich weiter und ist nicht ohne Lohn. Auch der'Knote wird sich besser entwickeln, als ob er nichtgewesen wäre.
II. Aber ini Traum geschähe die Erschei-nung — und in der Bibel finden wir oft Träumesollen wir auf sic bauen? ihnen folgen? sind sieMittel der Unterweisung Gottes?
Lasset uns die Umstände erst zusammen neh-men, die hier bei Josephs Traume waren, undsehen, wie oft kommen sie wieder? Es betraf hiereinen großen Vorfall: nichts minder als Ge-burt und Erziehung Jesu, Ehre und Her; seinerMutter, Rettung und Glück der edelsten Personen,die in die größte, wunderbarste Sache verflochtenwaren, in eine Sachs, bei der nun immer daswenigste Wunderbare ein Traum war. Wo allesübrige statt fand wahrlich auch das Mindeste
von allem — dieses! -^ Der Endzweck lag
offenbar da, war Gott anständig, gut, menschlich,und auf die Art, wie leicht ward er erreicht! —-Unerwartet und unerpocht war die Sache.Joseph, der arme Privatmann, dachte an nichtsweniger, als solche Entwickelung : Joseph, der be-kümmerte Verlobte, voll Grams und Kampfes,schlief eben in den entgegengesetzten Gedanken undEntschlüssen ein. Und siehe, da wurden seine Ent-schlüsse zerstückt: wie sonderbar! deutlich!
und mit den größten Kennzeichen derWahrheit. Sie stand vor ihm die Erscheinung:
er