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Christliche Reden
geschah! als Gott es veranstaltete. Die stillest«Ankündigung! die kleinesten Mittel,der leiseste, verborgenste Fortgang,der m ä ch t i g s t c größte Zweck — das warGang Gottes in dieser, wie in allen Begebenheitender Natur.
Lange war kein Geist der Weissagung, derWunder, der Ecschcinung mehr gewesen: von Ma-lachias bis auf diese Zeit her war alles stille, alleserloschen — um so merkwürdiger und sichtbarer,wenn sich itzt Flamme offenbarte! wenn Erscheinungwieder sprach!
Man hatte sich in der Zeit der Stille destomehr mit Weissagungen getragen, sie erklärt, nach-gesucht, darüber gegrübelt, gehofft, gewartet —Alles, um vorzubereiten, zu wecken, kenntlich zumachen, wenn etwas der Art erschiene!
Allein cs war auch hier gegangen, wie's im-mer in der Zeit der Sagen, des Höffens, des Er-wartens geht: man grübelt und hoffet so lange,bis man ganz am umgekehrten Ende steht, wo manhoffen sollte. Der Elias, der vor Christo kommensollte, ward gehofft — aber nicht, wie er erschien:Christus, als König, als Davids Sohn gehofft— aber nicht, wie man ihn hoffen sollte. Allesschlief und träumte in ganz andern Erwartungen:Priester, Weise, Schrislgelchrten, Volk — undGott führte vor ihren Augen aus, was der größteTheil sah und nicht sah: was nur ein kleiner, er-wählter Hause merkte.