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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

geschah! als Gott es veranstaltete. Die stillest«Ankündigung! die kleinesten Mittel,der leiseste, verborgenste Fortgang,der m ä ch t i g s t c größte Zweck das warGang Gottes in dieser, wie in allen Begebenheitender Natur.

Lange war kein Geist der Weissagung, derWunder, der Ecschcinung mehr gewesen: von Ma-lachias bis auf diese Zeit her war alles stille, alleserloschen um so merkwürdiger und sichtbarer,wenn sich itzt Flamme offenbarte! wenn Erscheinungwieder sprach!

Man hatte sich in der Zeit der Stille destomehr mit Weissagungen getragen, sie erklärt, nach-gesucht, darüber gegrübelt, gehofft, gewartetAlles, um vorzubereiten, zu wecken, kenntlich zumachen, wenn etwas der Art erschiene!

Allein cs war auch hier gegangen, wie's im-mer in der Zeit der Sagen, des Höffens, des Er-wartens geht: man grübelt und hoffet so lange,bis man ganz am umgekehrten Ende steht, wo manhoffen sollte. Der Elias, der vor Christo kommensollte, ward gehofft aber nicht, wie er erschien:Christus, als König, als Davids Sohn gehofft aber nicht, wie man ihn hoffen sollte. Allesschlief und träumte in ganz andern Erwartungen:Priester, Weise, Schrislgelchrten, Volk undGott führte vor ihren Augen aus, was der größteTheil sah und nicht sah: was nur ein kleiner, er-wählter Hause merkte.