Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
Entstehung
Seite
181
Einzelbild herunterladen
 

und Ho milien.

i8r

Christo, Gott widmet. Wie wir keinen Dthemzugunsers natürlichen Lebens, ohne die Luft voll Le-bensgeister, die uns umgiebt, thun können: so all-gemein fortgehend und belebend ist auch der höhereGeist Gottes, der sich mit uns vereint, unser Herzerfüllet, uns als Bilder Gottes, als EbenbilderJesu, lebendig darstellt, und frei und froh undwirksam in all ihren Gedanken und Handlungenathmet. Nicht nur im Tempel und in einer Stundeder Andacht werden wir Christen scyn wollen: über-all, wo Christus Tempel fand, ist auch unser Tem-pel. Meer und Ufer, Schiff und Land, die ver-borgene Kammer des Hauses und der Tempel Got-tes , der sich oben blau über uns allen und allent-halben wölbet: überall herrschte Gott und GottesEmpfindung. Nicht hie oder da sei Christus, son-dern inwendig in unS.

Er trat in d er Sch i ffe c i nes , wel-ches Simons war, und bat ihn, dass crsein wenig vom Lande führte. Dachtest du,Simon, da Jesus in dein Schiff trat, daß derAusgang seyn würde, dich aus immer vom Schiffeadzuzichen und dein Herz zu fangen? Dachtest dues noch, da du ihn reden hörtest, und er dir aufdie Höhe zu fahren anbcfahl? Du überließest ihmdein Schiff gutwillig, und was zuerst ein ungefäh-rer Aufall schien, ward Jug auf dein Herz, aufdein Apostclamt und deine ganze ewige Zukunft,große auszcichnende rufende Bestimmung , die größteWohlthat deines Lebens, bis ans die Ewigkeit derEwigkeiten Wohlthat.

- E' . -Ä»!^