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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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162
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Christliche Reden

von Umständen, dns wir uns nicht gaben?oder nach alle diesem von unsrer freien Bestre-bung, Mühe und Tugend hcrrührte, undnutzbare That für die Welt wurdeHerr, wenn wir alles gcthan haben,was wir zu thun schuldig waren, so sindwir unnütze Knechte. Wir wollen uns,sagt Paulus, nur unsrer Schwachheitrühmen, daß die Kraft Gottes destostarker in uns werde. Wir sind alle als-dann nur ein kleines Werkzeug in der Hand Got-tes , was im unermeßlichen Großen der Schöpfungverschwindet.

Verschwindet, ohne daß uns doch darüber derMuth entfallen dürfte: denn das ganze unermeß-lich Große woraus bestehts anders, als ausU n m erblichem, aus Kleine m. Laß es alsoseyn, daß die Summe der Thalen und Bestrebun-gen meines Lebens bald verschwinde, daß dieWellenkruse ungemein bald verrauschen, dieich habe erregen können, daß mein Ruhmnichts se y, und unter die Trümmern meinerselbst sinke der Ruhm, der in mir ist, dasGefühl thätiger Kräfte, die ich mir auch ausmißlungenen Versuchen gesammlet, muß mir,wenn gleich mein Leib in Trümmer versinkt, dochbleiben. Ich muß, wenn mich die StimmeGottes aus dieser Welt ruft, wenn ich auf einenandern Platz , in ein anderes Daseyn gesetzt werde,den Genuß meines Lebens mit mir neh-men: meine Werke werden mir Nachfolgen, und