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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Homilien.

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sein zweytes Gefühlich habe gearbeitet:Schlage erlitten > bin gefangen! bin in Todesnö-thcn gewesen! gestäupt, gesteinigt, Schiffbruch er»litten, Tag und Nacht zugebracht in der Tiefe de-Meercs! Ich babe gercifet, Fährlichkeit erlittenzu Wasser und unter Mördern, unter Juden undHeyden, in Städten und Wüsten! In Mühe undArbeit, in Wachen und Hunger und Durst undFasten und Blöße, und werde noch täglich ange-laufen, trage Sorge für alle Gemeinen. Wer istschwach und ich nicht mit ihm! Wer ist geärgert,und ich nicht mit ihm! u. s. w." Wenn ich mirden Apostel in dieser Gedankenrcihe, in diesem hei-ßen zweiten Durchgänge durch sein Leben verstelle-:von jeder Erfahrung, von jeder Begebenheit, vonjedem Leiden, von jedem Martyrerlhum hat sichnur Eine Spur, nur Eine Narbe, EinMerkmal des Andenkens in feinerSeele aufbehaltcn, wie aus seiner Stirn, aufseiner gezeichneten, gealterten Wange: ja seineSeele ist doch eigentlich gar nichts als die Summealler dieser Thatlichkeitcn, dieser L-eiden,dieser Erfahrungen, dieser Begebenhei-ten, wie sein Gesicht der Abdruck aller seiner Ge-danken , Empfindungen, Schicksale des LebensWer wird nicht Hochachtung für den geprüften,thätigen, ergrciseten Mann fühlen! Wer nicht ander Bildsäule, am Leben eines thätigen, immergeschäftigen Mannes, an seinem Leichcnstcin, anseiner unbeschriebenen Grabestafel, wenn wir könn-ten, es überdenken, es fühlen:nur das heißtgelebt! das andre heißt geathmet, gelebt wie