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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Ho milien.

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den Ausdruck sagen, in der Leute Mäuler zubringen, und se l b st der zu seyn, der das Ihn»muß? Erstlich ist man im Munde des groben, große»Hausens so schlecht aufgehoben die besten Sa-chen verlieren schon durch den Ort, und in derzweiten Hand ihre edelsten, schätzbarsten Zügeund nach kurzer Zeit ist das Gcmählde von de»unreinen Händen so abgegriffen, vom häßliche»Athem so befleckt, daß es der Eigentümer selbstam wenigsten kennen wird. Keiner der L'heilneh-mer und Mittheiler will doch auch umsonst Mahlerseyn, doch auch nicht umsonst die Geschichte gewußthaben, und gicbt ihr also (da er nichts bessereshat) so sehr scine cigene Dinte, seincn ci-genen Anstrich, daß jeder ehrliche Mann in kurzerZeit wird bitten müssen, ihn mit dem Lobe gütigstzu verschonen. Und ist man nun gar dazu ver-dammt gewesen , der Erste zu seyn, der dasBild umher reicht, der Erste und Einzigeund Immerwährende zu seyn, der in dieHöhle hinein schreiet, damit cs nur wieder herausschalle niedrige Bestimmung! elendes Lob! daSwir uns gezwungen sind, selbst zu geben, das unskein andrer geben will!

Der wahre edle und würdige Mann wird niezarter und verlegner seyn, als im Lobe sein selbstgegen andre. Wie sorgsam wird er seine Leute wäh-len ? Wie enge den Zirkel schließen, dem er ei»Gemahlde von sich selbst, ein so schätzbares Stückseines Herzens anvertrauet! Er wird ihn nichtenge genug wählen, nicht genug die Seelen zuvorprüfen, nicht genug den Augenblick, die heilige