->>L?enn Kirche, Gottesdienst und andächtiges Hörender Predigt nichts als Andacht, das ist (wie mandiese meistens versteht) eine unlhätige, schläfrige Ge-wohnheit der Seele ist : M. Z., so gibts wohl we-nig unnützere Gewohnheiten als die, bloß in einemGedankenschlafe Dinge zu hören, die man hundert-mal gehört hat, eine Menge von Worten, Gebetenund höchstens halbgefühlten Vorstellungen, wie dunkleWellen über die Oberfläche der Seele Hinrollen zukaffen, ohne daß Eine Bewegung aus den Grundkommt; oder endlich gar unter gewissen Empfindun-gen, die man fromm nennt, alt und grau werden;sich immer erweichen lassen, und immer wieder beinur veränderter Luft hart seyn; fich immer weckenzu lassen, und gleich darauf desto tiefer wieder cin-zuschlasen, um sich wieder wecken zu lassen — wie-der gerührt zu werden, und also sein ganzes Lebenzu einem schlaftrunknen Taumel von Gefühlen zumachen, die zu nichts dienen , die in der Seele ver-schlossen werden und sie höchstens nur zerstreuen oderlangweilig beschäftigen — wenn, M. Z., das Zweckunsers Gottesdienstes ist — welch ein Zweck! welchein Gottesdienst! Willst du, könnte man alsdannzu manchem Manne, zu manchem Greise sagen :
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