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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
Entstehung
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->>L?enn Kirche, Gottesdienst und andächtiges Hörender Predigt nichts als Andacht, das ist (wie mandiese meistens versteht) eine unlhätige, schläfrige Ge-wohnheit der Seele ist : M. Z., so gibts wohl we-nig unnützere Gewohnheiten als die, bloß in einemGedankenschlafe Dinge zu hören, die man hundert-mal gehört hat, eine Menge von Worten, Gebetenund höchstens halbgefühlten Vorstellungen, wie dunkleWellen über die Oberfläche der Seele Hinrollen zukaffen, ohne daß Eine Bewegung aus den Grundkommt; oder endlich gar unter gewissen Empfindun-gen, die man fromm nennt, alt und grau werden;sich immer erweichen lassen, und immer wieder beinur veränderter Luft hart seyn; fich immer weckenzu lassen, und gleich darauf desto tiefer wieder cin-zuschlasen, um sich wieder wecken zu lassen wie-der gerührt zu werden, und also sein ganzes Lebenzu einem schlaftrunknen Taumel von Gefühlen zumachen, die zu nichts dienen , die in der Seele ver-schlossen werden und sie höchstens nur zerstreuen oderlangweilig beschäftigen wenn, M. Z., das Zweckunsers Gottesdienstes ist welch ein Zweck! welchein Gottesdienst! Willst du, könnte man alsdannzu manchem Manne, zu manchem Greise sagen :