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Christliche Reden
higung gewähret, daß ich von'meiner Seite, »Gott!meine Empfindungen vor dir aussprechen, und dirdie öffentlichen Gelübde laut darbringen dürfe, diedu, Allwissender, im Grunde meiner Seele siebest.O du, der mich bisher geführet, und den Fadenmeines Lebens so sonderbar gerichtet und verwebthast, du, der mich auch so unerwartet bieher ge-bracht — Vater meines Lebens! Hier steh ich vordir, ein Opfer an deinem Altar, wie ich einst vordir, dem Richter aller Welt, mit meiner Rechen-schaft stehen werde. Großer Gott, wenn du dasAufrichtige meiner Seele sichest, das so gerne zuthun, wozu ich auf der Welt zu sevn glaube, näm-lich von meiner Seite etwas zur Bildung der Mensch-heit beitragen zu wollen; wenn du im Grunde mei-nes Herzens auch die Absicht liesest, cs in diesermeiner neuen Beziehung thun zu wollen: men-
schenfreundliches gütiges Wesen! was kann dir inallen Welten für ein größeres Opfer dargcbracht wer-den, als eine redliche Seele, die sich dir hingiebt!Mache mich noch ferner zum Werkzeug deiner Bear-beitung an die Menschen , und zum Mittel der Vor-sehung in deiner Hand, sehe auch alle, die michhören, und alle Umstände der Situation, die mirvorliegt, in die Fassung, daß ichs werden könne,und wir alle einst nicht aneinander zu Schandenwerden dürfen w- re.
Evangelium: Joh. r6. v. 23—3o. Schondie Würde, M. Z. , mit der der Erlöser spricht,zeigt Ihn als einen Lehrer von Gottgekommen, als einen Gesandten Got-tes an die Menschen, der ihnen z. B. bes-