>»)chon das Zahlreiche der gegenwärtigen Ver-sammlung ist Zeuge darüber, daß ich die Absicht mei-ner Predigt als allgemein bekannt vvraussetzen kann.Ich soll- M. A^, das Amt des Ersten Predigersbei dieser Geweine ancreten, zu welchem Sru Durch!.Unser gnädigster Landesherr mich zu berufen geruhet;und wie kann ich also, theils der Gnade und desZutrauens bei diesem Rufe, theils der Absicht mei-ner Bestimmung überhaupt, gleich in der erstenöffentlichen Stunde besser ein Genüge thun, alswenn ich meinen ersten Vortrag gleichsam zu einerVorrede meines Amtes, zu einer Einleitung in meinekünftigen Vorträge mache, und gleich jetzt den Ge-sichisbunkt zu bestimmen suche, in welchem ich theilsMein Amt als Lehrer der Religion überhaupt, in-sonderheit zu unfern Zeiten, betrachtet wissen wollte.
Ich weiß, M. Z., daß, wie gegen Alles inder Welt, so auch gegen solche geistliche Antritts-reden manch,« Vorwürfe und Einwendungen obwal-ten, die in viele Seelen schon zum voraus eine Artvon Gleichgültigkeit dagegen auszudreiten pflegen.Man Halts nach einer gewissen zur Mode geworde-nen Denkart unsers Jahrhunderts für eine sehr un-
A2