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Religion und Theologie Theil 1 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 1
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SSom ©eift

ntfjmctt. Gnblidj fie gatte ja gar feint SBotafen;benn bicfe firtb ein neueres SDtadjtoorf: fie alseine tobte -öieroglpphe, fege oft gar oijnc SdjlüfTelunb ©evoifbeit igrer SSebcutung , irenigftenS ognefid)cre JfuSfpradfe unb jtenntnifj ihres alten 9rgptg=muS ba. SBaö ift ba oon Kötner unb Dfian jitreben ? Gs. untre, als ob Sie biefe in Sttcpico oberauf beit bcfchriebenen Reifen XabienS fuchen trollten.

G. 5d) banfe SI)nen für ben febonen gaben,ben Sie unferm ©cfprdch geben. Sie gaben einefo reiche SXaterie beroergeiangt, unb trirflicb aud).fo uberfcadjt unb fd) 6 n georbnet, toie ntanS ooit ei=nem .Renner mehrerer Sprachen erroarten fonnte.Saffcn ©ie unS juerfl uom Sau bet ©prndje reben.

9fid)t trabt, Sie fügten, baji Jpanbiung unb'jDatjiellung baS 3J3cfen ber fPoefic fep, unb treidletSbeil ber Sprache maljlt Jpanblung , ober rielmehcftelit fie fefbft bar, baS Nomen ober Verbum?

X ©ad Verbum.

G. Xfo bie Sprache, bie vier auSbruifenbc,malenbe Verba hat, ift eine poetifdje Sprache: jemehr fie auch bie Nomina 3« Verbis machen fann,befto poetifchec ift fie. Gin Nomen ftelit immernur bie Sad>e tobt bar: baS Verbum fegt fie inJpanblung, biefe erregt Gmpftnbung, benn fie iftfeibft gleidjfam mit ©eijt befeelet. Grinnern Siefiel) , traS Seffing *) über Corner gezeigt hat, bajibet ihm alles ©ang , ffietuegung , .jpanblung fep ,unb baji batin eben fein Ceben, feine Söirfung, jabaS ffflefen aller ^oefte beftefe. 9iun ift bei ben

*) PeffingS fiaofoon, SSerltn 1768 .