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Z u g a b- e.
Wissen nur von der Facultat herhabe." Armer Werk-mann , der sein Wissen nur von der Facultät herhat!Tibetanische Lamafacultat, die ihm die Ercretion ihrerHirnschale nur unter der Bedingung mittbeilte, in sei-nem Geschäft und über Dasselbe n» zu philosophiren,„weil den Philosophen zu spielen, nur den Fa-kultäten erlaubt sey." -Ihn zu spielen überläßt erdem verbietenden Kritikus gern; (der Facultät würdeein solches Spiel zu keiner Ehre gereichen;) nur war-um der Geschäftsmann fernerhin die Lama'sgeschenkedes Kritikus, zumal mit verunglimpfenden Interdiktenbegleitet, annchmcn müßte, ist unerfindlich. „Weiler sein Wissen nur von der Facultat berhat?" läicnniiisnsatis, eunici. Und hätte ers daher; soll ers nichtanwenden, nicht gebrauchen dürfen, weil ers vonFacultaten „herhat."
Vernunft ist eine freie Himmelsgabe, von keinerFacultat erschaffen, von keiner Facultat gepachtet; je-dem Geschäft, es sev des Staacs oder de-s Lebens un-entbehrlich, des Menschen unveräußerliches Eigenlbumund Vorrecht. Wer den Gebrauch irgend einer Ver-nunft, d. i. irgend eines Menschen Philosophiren „inAnspruch nehmen" will, ist ein Feind der allgemeinenMenschenvcrnunft; wer solche ausschließend, gar ausMacht einer Facultat, die ihn dazu nicht bevollmäch-tiget hat, auch nicht bevollmächtigen kann, sichzueig-nen mag, hat ihrem ersten Begriff entsaget. Ver-nunft wecken, Vernunft bei jedem Geschäft verbreiten,ist des wahren Philosopl-en Pflicht und Sorge; wessenists aber Vernunft verbieten? sie in Anschauungen,Schemate, Amphibolicen, Paralogismen, Autino-miecn, d. i. in dialektische Phantasmen verwandeln,und die ersten Schulen eines Staats in die glcichar-