438 II. Vernunft und Sprache.
aller abstractcn Worte entkalken. Ich weiß zwar,daß Hobbes iknen einen Nutzen zuschreibt; soll ichaber die Wahrheit sagen, so habe ich beim genauenund strengen Philosophiren nie einen großen Vorkheilabsiracter Wörter, wohl aber viele und große undsehr schädliche Mißbräuche derselben erfahre». Imex oteäi sehen Vorträge, glaub« ich, haben ab-stracke Wörter, am rechten Ort gebraucht, ihrenNutzen ; sie geben der Meynunq eine Spitze und heftendie Aufmerksamkeit fest, daß man sich vor jetzt frem-der Gedanken entschlage. Sie sind hier zweite Be-griffe,, (irotiowss gecwrnclas) denen überhaupt ichdie abstrakten Worte aus vielen und wichtig,n Ursachengleichschätzen möchte. Denn allgemein denke ich so:wenn jemand statt wirklicher Dinge Abstraktionensetzr, so spricht er nicht nur tropisch und überflüssig,sondern es ist, als ob er sagen wollte: „das ist gewißso! daran kann niemand zweifeln ! wer Acht Kak, mußdies bemerken! u. f." Dergleichen Variationen zumgenauen Philosophiren in Definitionen, Einlheilungcn,Demonstrationen durchaus nichts thune