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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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II. Vernunft

Jucht kann kein andrer als der Verstand und dieVernunft üben. Zwar bat schon die Zeit diesenWortspeculatismus in manchem trefflich diöcipliuiret.Hundert Widerstreite in dialektischen Discussionen,die einst Ruhm brachten, an denen, wie man glaubte,dasInteresse der Vernunft," der Wissenschaftenund der Menschen - Glückseligkeit hing, erregen jetztSchaam, Ueberdruß und Ekel; andrer jetzt gelten-den wird man sich schämen und sie bald zu denHeldenwaffcn stellen, die man einst Morgensternenannte.

9. Da aber, was die Zeit thun soll, nurdurch Kräfte in der Zeit bewirkt wird: so verwalteVernunft das Amt der Zeit. Keinen Wortlarvengönne man Raum; den falschen Tief- und Leer-sinn, wie anmaßend er sich auch gebehrde, deckeman, (unerschrocken, was die Menge sage,) auf.Man kommt dadurch trüben Verirrungen vor, oderhilft ihnen ab, und vertreibt die Schwere aus Blci-beladnen Köpfen.

ro. Vor allem entferne man den Wahn, daßeine wissenschaftliche und verständliche Sprache Zwei-erlei scy. Habe jede Kunst, wie jedes Handwerk,ihre Kunstsprache; der Lehrling lerne sie und schämesich ihrer nicht. Jeder strengen Wissenschaft gebührtdie Ihrige; sie halte darauf mit Genauigkeit undOrdnung; diese sind ihre Disciplin. Verständigaber und verständlich muß diese Sprache seyn , d. i.sie muß in klaren Ausdrücken Begriffe, nicht leereFormen und Schemen enthalten; sonst ist sie keinwissenschaftliches, kein Kunstwcrkzeug. Verstand derSache bewahrt die Vernunft vor Abwegen nichtiger