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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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II. Vernunft

S in n e n em p fa n g n i sfePhantafieen V e r st a n d c s b e g r i ffe.

Vernunft-Ideen.

Gesetz:

Wäge zu beiden Seiten. Umfasse den Begriffin allen seinen Gliedern und führe ihn in sichselbst zurück. Nur das in sich höchst-bestimmte ist absolut und n 0 t h-wendig.

19. Hier also scheiden sich Vernunft und Phan-tasie oder vielmehr Phantasterei völlig. Eine Philo-sophie, die das gelammte Reich der Sinnlichkeit inzwei nichlausdrückende Formen auflöset und damitdas Wesentliche desselben, unser In new erdenvernichtet: sie, die das Wesen des Verstandes, Aner-kennung aufhob, und statt ihrer einen dunkelnSchematismus nirgend entsprossener Worilarven setzte;sie, du das Amt der Vernunft mißkennend, dieseselbst zur dichtenden Jägerin im Unvernehmbarenmachte, und den einfachsten Begriff der Vernunftals ein Ideal, d. i. als ein Gcdankenbild derPhantasie imaginiret, hat eben damit dem Amtder Vernunft entsaget. Diese wirft ein gesammlctes,sich selbst widersprechendes Ideal hinweg und spricht:Nichts Heiliges ist in dir. Mein Begriff von Gottist die ewige Vernunft selbst; sie ist mir inmir und in Allem gegeben." Auf einem Da-seyenden, Nothwcndigcn, in sich Höchstbestimmtenstehet alle Veränderung; jeder Begkiff des Verstan-des, jedes Unheil der Vernunft hangt am Wort Istoder Ist nicht; er setzt Wahrheit voraus, Wahr-heit in sich, zuletzt ewige Wahrheit.