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II. Vernunft
mein Amt ist beschließen. Was Einbildungs-kraft , Verstand und Sprache in Allgemeiniatzenmir zufübren, wende ick an, ich subsumirc; in mirist kein Zwiespalt, in mie ist Friede. Friedestiftcrinist die Vernunft zwilchen dem Allgemeinen und Be-sondern, da Beides nicht ohne einander seyn kann;indem sic Beides einiget, Beides v e rk n ü p fe t.
14. Wodurch knüpft sie beides? Durch sichselbst, weil sie Vernunft ist. Sie macht das un-bestimmte wüste All (omris), an' welchem sichnichts denken laßt, zu einem ihr eigncmOanzcn(tow) bedingt und bestimmt in seinen Gliedern.
1 5 . Ein Ganzes, bestimmt in seinenGliedern; hicmic flieht jene transcendentale Syn-thesis, die Feindin alles menschlichen Ancrkennens,die Thcile zu Theilen, Raumen zu Raumen setzt,um ein Achsolutiarn zu erhaschen, wovon der Ver-stand keinen Begriff hat, welches auch auf diesemWege des a -s- 1 nicht einmal zu finden wäre. Anihre Stelle tritt Umfassung des Begriffs (Lorrr-xi-eckensio) durch Z u sa m m c n 0 r 0 n u n g. Nichtaus Thiilen wird der Vernunft ein Ganzes zu-sammengesetzt, (synthesi'ret) noch in Theilen vonihr zerstückt, dicholvmir.t; sondern als Ganzes(towin) lebendig anerkannt in seinen Glie-dern. Diese constimiren das Ganze energisch undhöchst bestimmt, weil es nur in ihnen unzcrtrenntund untrennbar lebet. Absolut heißt ihr nichtdas Bedingungslose, sondern das in und zusich selbst Geordnete, durch sich selbst höchstBedingte. Als Richcerin vernahm sie