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II. Vernunft
äußersten Erweiterung abrichten wollen." *)— Leeres Phantasma in einem unpassenden Bilde.Unser Verstand steht in den Gegenständen, diewir von ihm sind, was da ist; das G e d a c h t n ißerinnert ihn an die, die ihm im Rücken liegen; einVerstand der über jede gegebne Erfahrung hinaus-zujagen ab gerichtet würde, wäre so wenig einrichtiger Verstand, als der Spiegel, der uns mehrals den Horizont seiner Gegenstände wiese, ein rich-tiger Spiegel. Mit Zauberei ginge es zu, wenn dergemeinste gesunde Verstand auf solche Weise seinErkenntnis! größtmöglichst und äußersterweitern wollte. Eine Vernunft, die ihn dazu,abrichtet," indem sie ihm ein Ziel außerhalbden Grenzen möglicher Erfahrung, sogar als einenFocus einbild et, auf welchen die Nichtungslinienaller sei ner Verstandesregeln, außerhalb seiner Gren-zen erzeugt, außerhalb derselben zusammenlaufen,wäre eine „abcichtcnde" Täuscherin, die milderUnwürde, mit der sie ihr eigen Amt aufgab, denanerkennenden Verstand aus seiner eigenthümlichenFunction verlockt und Grundaus verderbet. LeereSpiegelgebilde, die selbst im Reich der Fabel nichtbestünden.
,,U ebersehen wir unsre Verstandeserkenntnissein ihrem ganzen Umfange, so findenwir, daß dasjenige, was Vernunft ganz eigenthüm-lich darüber verfügt und zu Stande zu bringen sucht,das Systematische der Erkenntnis; sey, d. i. derZusammenhang derselben aus einem Princip." **) —
*) S. 67-,. **) S. 67Z,