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II. Vernunft
nehme, um in ihnen ein Eins als D ing zu fin-den. Aufs Gcrathewohl gehet sie eilso nicht umber,nach Gcmeinsatzen, die sie als Vernunft nichtbrauchen könnte; anwendend ziehet sie diese Gemein-satze vielmehr auf Dinge nieder. Daß Wrnunftbc-griffe übrigens eine Erkenntnis feyn, von der jedeempirische nur ein Theil ist, mithin nie ganzübersehen werden kann, paßt auf jeden Vernunft-begriff nicht, sonder» nur auf die sogenannten un-endlichen Begriffe in allgemein kategorischenSätzen, die auch nur da stehn, damit in ihnen einBesondres anerkannt werde.
„Wenn Vernunftbegriffc das Unbedingte ent-halten , so betreffen sie etwas, worunter alle Er-fahrung gebärt, welches selbst aber niemals einGegenstand der Erfahrung ist; etwas, worauf dieVernunft in ihren Schlüssen aus der Erfahrungführt, und wornach sie den Grad ihres empirischenGebrauchs schätzet und abmifit, (was) n jemalsaber ein Glied der empirischen Synthesis ausmacht." *)— Das Unbedingte, das allen Vernunftbegriffenzum Grunde liegt, soll auf ein Bedingtes angewandtwerden; dies ist das Amt der Vernunft, außer wel-chem sie keine Vernunft ist: in feiner größer» Weitestehet das Unbedingte" müßig da, und wird von ihrnicht geachtet. „M c'm s c h, sterblich, derMensch Casus" sind das Schließende im Be-griff, das Wörtlcin All schließet nicht; es gehörtaber zur Form der Rede. Der menschliche Verstand
*) S. 667,