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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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II. Vernunft

ein All aus, wo sie nur Viel meyncn; das Vieleist nämlich das All ihrer Erfahrung, oder ihresGlaubens. Tagtäglich sprechen wir solche Allsaus, ohne daß wir denken, ob auch Eins derselbenein All fep; unschädlich dem Sinn der Rede. Wirhatten sie auslassen oder einschranken können; derBezug auf dies Ding bliebe doll) richtig*). Wennder Naturmensch sagt:viel, wie der Sand amMeere, wie die Haare meines Hauptes," so willer damit nicht Sand und Haar gezablt baden.Dieser transcendentc Irr sehe in der Vernunfkaus-drücke ist also meistens nur Exergesie oder Pleo-nasmus. Ich z. B. werde sterben, wenn aucheben nicht alle Menschen gestorben waren; derDbersatz eines Schlusses, der dies ohne Gewährlei-stung allgemein ausdrückte,alle Menschen sinhsterblich; du bist ein Mensch u. f. schadet durch seinAll der Folge nicht, indem alle Menschen, die wirkannten, gestorben sind und sterben werden. Dage-gen ist zweitens die schlimmere Krankheit derVerminst die, nicht richtig beziehen zukönnen, das Gesetz vor sich zu haben und in ihmdie klare Bedingung des Gegebnen nicht anerken-nen zu wollen. Dies Unvermögen heißt lässigeVernunft, Stumpfheit des richterlichen Blicks, Träg-heit.

Nach diesen Voraussetzungen werden uns die

*) Daher auch die Boransctzung des All bei so vie-len Worten: all bereits, allda, also u. f.Der gemeine Verstand spricht immer gern mitvollem Munde.