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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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230
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I. Verstand

Vernunft, um zu einem Schluß zu kommen, hinund her lege. Ueberlegung ist eine Handlungder Seele , nicht ein Zustand. Noch weniger istsie bloßdas Bewußtseyn des Verhältnisses gegebnerVorstellungen zu unfern verschiedenen Erkennt-riißquellen *) , dies Bewußtseyn oder die Erfor-schung solches Verhältnisses kann zuweilen der Uebcr-legu,ig dienen; nicht aber ist sie diese selbst oderallein, als ob Ueberlegung bloß eine Einschachtelungdes Begriffs in eine Topik der Seelenkräfte wäre.Die rra n s cen d en ta l e Ueb erleg una der Kritikist indeß leider nichts anders, als diese; Einordnungder Begriffe in eine T ranscendental-Topik.

Reflexion endlich, diese edle Handlungder Seele, die (ihrem Namen selbst nach) den cm-pfangnen Lichtstrahl wendet, mithin dem Bildeeinen neuen Seh Winkel gewahrt; wenn sie Re-flexionsbegriffe giebt, so können diese keine andre,als durch Zusammenhaltung mehrerer Ideen ent-sprungene Resultate, und je schärfer der Winkel ist,in dem sic zusammengesetzt wurden, desto genauereResultate seyn. Eine Amphibol > e, d. i. einUmhcrwcrfen derselben, wäre also ein Widerspruchder Handlung selbst, wenn man nicht etwa die ro-hen M,rlerialien meynt, die hin und hergewvrfenwerden, bis der Reflexionsbegriff sich ergebe. Dadieser ganze Abschnitt den gewöhnlichen Sinn derWorte verlaßt, zeigt er selbst wovon er redet, Am-phi b o l i e der Worte.

*) S. 3,6.