»63 I. Verstand
der Empfindung in der Qualität derselben nicht-bezeichnet.
Noch weniger ergicbt sich, wie diese Sätze„Principien aller Urthcile über Quantitätund Qualität" der erste gar „Principium allerAxiome" heißen möge, da ihm der Verfasser ei-nen Beweis zu geben nöthig gefunden * *). BedürfenAxiome keines Erweises; sollte ihr oberster Grundsatzdessen bedürfen? Endlich sind beide Sätze, als Prin-cipien betrachtet, unerwiesen. Anschauung, ein Zu-stand der Seele, weiß in sich von keiner extensivenGröße; im Angeschauten selbst vernichtet diese dieSeele, sofern sie anschaut. Nennet vollends derVerfasser extensive Größe „diejenige, in welcher dieVorstellung der Theilc die Vorstellung des Ganzenmöglich macht, und also nothwendig vor dieser vor-hergeht, so daß jede Erscheinung nur durch successiveSynthesis' von Theil zu Thcil erkannt werden könne,und daß sich darauf die Mathematik der Ausdeh-nung (Geometrie) mit ibren Axiomen gründe**)so steht dies alles der Erfahrung entgegen. In je-der Anschauung geht nothwendig die Vorstellung desGanzen in seinen Theilen der Vorstellung dieser vor-aus; so lange ich noch aggrcgire, und theilwciseschreite ohne dm Begriff des Ganzen, ist keine An-schauung denkbar. Indem ich den Triangel und
behauptet wird, ist bekannt. S. Kerns äiss.lllpicuri , s. antiaipsrioire« sensi-
bas lleinuiir allnrinisirin llausiae, irorr veromeiiri irinataa. Götling. >766.
*) S. Lvn. ^ S. 20A — 206,