und Erfahrung.
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4 . In allen Sprachen ist daher mit Verdisdie meiste Acnderung vorgegangen; sie sind aufsvielseitigste ausgcarbcitet worden, weil Thun undLeiden die ganz« Natur, und wie alles Leben, soauch das Leben der Menschen construiret.
5. So reich aber auch der Vorrats) dieserThat- und Leidcnsworte in allen Sprachen ist, inso wenige Hauptarme gehet er doch zusammen inallen Sprachen. Sie mahlen ein Bewegen zu-odervon uns, hinauf und hinab, langsam oderschnell, hart oder gelinde. Das Wickeni n - oder a u s uns bezeichnen sie mir Liebe undLeid, mit Theilnehmung oder Entfremdung. Einetiefe Innigkeit liegt in diesem Theil der Sprache,m jeder nach ihrer Weise; der bezeichnende Verstanderwies, daß er, gereizt von äußern Gegenständen,empfindend ihren Eindruck, diesen selbst zum Aus-druck machte.
6 . Am sonderbarsten nimmt sich die Sprache,wenn sie das Werden der Dinge bezeichnet; konntesie sich bei diesem Wunder der Natur anders neh.men? Daß Etwas ist, gewährt eine ruhige An-sicht; aber daß Etwas, ein Andres aus dem An-dern, werde? dies ist der Natur großes, täglichesund augenblickliches Wunder. Natürlich ist derSprache Ausdruck hier abgebrochen und schnell, wiesie dann auch die Ursache oder den Anfangder Wirkung meistens mit dem kräftigen Er- oderUr- anzeigk *). Das letzte Wort deutet nicht nur
^ Z. B. Erarbeiten,Urvater u. f.
Erstehn, Erringen, UrsacheÄ 2