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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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78
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I. Verstau»

L e i b n i tz.

Ueber Philosophie in der deutschenSprache *).

Daß in England und Frankreich die schola-stische Art zu philosophiren sich nach und nach ver-loren, glaube ich, kam daher, weil diese Nationendie Philosophie in ihrer eignen Sprache früher aus-zubilden anfingen, wodurch dann auch der gemeineMann zu philosophischen Urtheilen einen Zutritt be-kam. In Italien wäre ein Gleiches geschehen,wenn dort die scholastischen Theologen nicht ihrenVerwandten, den Philosophen, zu Hülfe gekommenwaren. In Deutschland steht, andre Ursachen un-gerechnet, die scholastische Philosophie fester gewur-zelt, weil man spat, jetzt kaum deutsch zu philoso-phiren angefangcn hat"

Und doch wage ichs zu behaupten, daß zudiesem Probeversuch, zu einer Prüfung philo-sophischer Satze durch eine lebendigeSprache keine in Europa geschickter sep, als die

*) l.eil,n.itr. Opp. nmnia 1?, IV. p. g, 7 . Dergroßeste Lheil der Leibnitzischen Vorrede zu Ni-zolius verdiente eine Uebersetzung, da sie mitGründen sowohl als Beispielen der barbarischenPhilosophastrik entgegengearbeitet, und was phi-losophische Schreibart sey, deutlich und bestimmtlehret.