Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

I. Vers! and und Erfahrung. gr

der Anschauung eines Tons, eines Geruchs, Ge-schmacks , Gefühls gehöret? Sofern der Gegenstandden Sinn afstcirt, nennen alle Sprachen es Em-pfindung ; in unsrer Sprache deutet dies Wort selbstschon an, daß an dem Gegebnen als an einem nichtetwa nur Gefundenen, sondern sich nahe Ge-brachten, also auf gewisse Weise sich An gefunde-nen die Seele Theil nehme *). Wird diese dunkleEmpfindung Apperception: so nennen wirs nicht

Anschauen, sondern In ne wer den. Die Seele(nicht das Gemüth,) w i rd eines Gegenstandes innerdurch welchen Actus sie ihn als den ihrigen be-trachtet. Das Gegebne gehört jetzt ihr

Selbst der Sinn des Gesichts, von dem dasWortAnschauung" erborgt ist, kann sich dieserBezeichnung nicht entziehen. Wird das Auge afficirt,wie cs auch durch Schmerz, durch Wunden, durchübermäßiges Licht bis zur Zerstörung afficirt wer-den kann, so wirkt dies Afficiren bloß Gefühl. Or-

*) I M servit rnoiui leenni. (Zuancko coßniti-onern nosiranr cornitainr grsia vei ingrsisrei eognitae xercexiio , inuc ckieiinur e m-pfindcn sentire. tVaebier. Die Worte.

seiisns, senssiio sagen mehr oderminder dasselbe. Adelung sagt kurz: sich einerSache als gegenwärtig bewußr seyn.

In xraeposiiio esi, <gnss in ornnibus äeriva-iis iniiinnin rei sitznikicat, ni paiet ex cke-rivatis innen inius, inner inirs, internus.t/V a e b i er