Transcenden; ihrer selbst in luftleere Gegenden ver-irret und verstiegen; bringt inan sie zurecljt, wennman noch hoher steiget und die Transccndenz trans-cendirct? Vollends wenn uns einen Unbegriff, Syn-tlxsis vor ollem und außer ollem Gegebnen die Sacheankommcn soll, und mein von lauter Undingen,( V — i) von einer Vernunft, che Vernunft war,von Gegenständen, ehe Gegenstände sind, redet: solauft man Gefahr, den wahren Gebrauch der Ver-nunft propädeutisch völlig wegzuvernünfteln. Ist derVernunft, wie die Geschichte zeigt, insonderheit'da-durch'viel Unheil zugestoßen, daß man sie mit derStreit- und Disputirkunst (Dialektik) verwechselte;wie könnte diese böse Feindin je ihren Schaden hei-len , oder einen bessern Gebrauch derselben gründen,wenn sie durch ein Decret u xriori sich sogar zurSchöpferin der Vernunft u priori machte e
Gerade der entgegengesetzte Weg ist der einzige,der fordert. Statt nämlich zu tra n sce n d i r e n,kehre die Vernunft auf den Ursprung ihres Besitzes,d. i. in sich selbst zurück, mit der Frage; „wiekamst dri zu dir und zu deinen Begriffen? wie hastdu diese ausgcdrückt und angewandt, verkettet undverbunden f woher kommts , daß du ihnen allgemeine,norhwendige Gewißheit zucigncst ?" Unterlasset sic diese-Frage und isolirt sich von aller Erfahrung: so thatesie wohl, wenn sie sich auch von der Sprache isolirte:denn diese hat sie gewiß doch nur durch Ersa h-r u n g. Geriethe sie endlich so weit ins Wahnreich,daß sie ihren .Urtheilen von aller Erfahrung d e ß-ha lb Allgemeinheit und Nothwendigkeit zuschricbe,weil sie (nach der mißverstandenen Anwendung des