das Studium der Theologie bctr. §63
reiche, aus und nach dessen Erscheinung sich dieApostel ihre Begriffe von der Gewißheit undBeschaffenheit des künftigen Zustan-des, des erweckten geistigen Leibes u. f.offenbar bilden. Ich wünschte, daß, da wir einenPhadon, Cato, ja sogar einen He man überdie Unsterblichkeit in Gesprächen haben, wir aucheinige Gespräche zu Entwickelung der eigentlichchristlichen Begriffe über diese Materie er-hielten ; an Stoff zu einer angenehmen und schönenEinkleidung sollte es nicht fehlen. Urtheilcn Siedarüber nach den schönen Stücken, die LavatersAussichten in die Ewigkeit und von alternTheologen, Chytraus, PH. Nicolai, Amyrauts u. a.Schriften enthalten.
Die Lehre vom künftigen Weltgericht ent-halt vieles in Gleichnissen und Bildern, die inson-derheit zu unserer Zeit, in der der kleinste Theil derMenschen an ein sichtbares Weltgericht glaubt, be-hutsam entwickelt werden müssen, damit man nicht mitZügen der Einkleidung der Wahrheit selbst schade.Dahin gehören die aufgeschlagenen Bücher, der weißeThron, die Trommeten u. f. Auch der Hauptsitzdieser Lehre Matth. 25. ist voll parabolischer Züge:denn niemand wird sich doch Schaafc und Böckeoder einen solchen Dialog am letzten Weltgerichtdenken, wie die Parabel Christi ihn hier schildert;aus deren kleinstem Zuge indeß die lichte Wahrheitherrlich und unverkennbar strahlet. Was brauchl'sder aufgeschlagenen Bücher, wo unser völlig er-wachtes Bewußtseyn, die ganze Summe un-