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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

seres Lebens, die gleichsam in lebendigen Funken inuns aufglüht, ja endlich die ganze Gestalt un-seres neuerweckten, geistigen Körpers, der, wie erdastcht, ganz Ausdruck der Seele und ihre-innersten Bewußlseyns seyn muß, aufgeschlageneBücher genug sind? Was darf es eines langenVerhörs, wo Gute und Böse sich wie Schaafe undBöcke unterscheiden und die Entscheidung des Rich-ters, ja die verborgenste Moralität oder Jmmora-litat des Menschen jetzt als ein Helles Natur-gesetz so offenbar und allgemein wird, als irgendein Naturgesetz der Welt ist? Alles wird Wie-der« e r g el l u n g , natürliche Eendte einer na-türlichen Saat; auf dies große Gesetz reducirtChristus auch in den einzelnen, bestimmtesten Fal-len und Situationen des Lebens alles Wiederspre-chende desselben. Halten Sie sich auch in diesenLehren an seine Gleichnisse und Reden vorzüglich.In dem, was sie sagen und nicht sagen, sind sievoll Menschenliebe und Weisheit. Der Spruch,nach dem Christus Matth. 25 . urtheilcn wird, istder achte Codex des Menschensinnes; der einzigenächten Religion der Erde; wäre der Mann, derihn aussprach, nicht Richter der Menschheit, so ver-diente er'S zu seyn, weil er also richtet!

Und nun, mein Freund, nehme ich auf einigeZeit von Ihnen Abschied. Sie haben genug Ma-terie zu lesen, zu studiren; studircn Sie fleißig,denn ein Studium der Dogmatik in und aus derBibel ist das wahre, feste Gebäude des Körpers,den aller Vortrag nur bekleidet. Auch von der

christ-