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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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447
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das Studium der Theologie betr. 447

seiner Gcfangennehmung und seines Todes? Leseman den Zosephus, und sehe in's Buch dcr dama-ligen Zeit: paßt etwas mehr hinein, als die Ge-schichte, wie sie sich hier zu trug und genau, wiesic hier erzählt wird? Was ist sodann aber un-schuldiger, als die letzten Reden und Schritte Jesu?Gewiß, er lief nicht in's Schwert: er stürzte sich

nicht in's Verderben. Er sah den Kelch kommenund wünschte, daß er vorübergienge; da es aberseyn mußte, so nahm er ihn aus den Händennicht seiner Feinde, sondern des Vaters.

Haben Sic je, mein Freund, am Schicksaleines Unschuldigen in der römischen, griechischen,ja jeder bürgerlichen Geschichte Thcil genommen,so werden Sie's hier thun können, wenn Sic denGang des schändlichen Nachtgerichts und in-sonderheit die mannichfaltigen Bemühungen Pi-latus, den offenbar Unschuldigen los zu machen,verfolgen. Und wenn Sie je Simplicität, eindrin-gende Wahrheit in dcr Erzählung eines Lumult-mordes anerkannt haben, so ist's hier. NennenSie Einen Umstand, der gegen den Charakter derPersonen und der ganzen Zcitvcrbindung wäre!

Aber noch vor seinem Ende hat Christus eineoffenbare Unwahrheit gesagt, wo ihn die Zeit unwi-derleglich gestraft hat. Er wollte nämlich wieder-,,kommen, sichtbar in der Generation wiederkom-men, die damals lebte, und wie lange ist dietodt!" Ich muß sagen, daß eigentlich im ganzenBuche mir dies das auffallendste gewesen, zumal da dcr