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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

Aufruhrs, seiner Empörung gegen die Landesobrig-kcit waren; so bewahre Gott einen jeden vor demBluturthcil solcher Deuter. Nach achtzehnhundcrtJabren wissen sic die Sache besser, als der parthei-losc Richter, Pilatus: denn der bezeugt einmal überdas andere und bis an sein letztes blutiges Wa-schen der Hände, daß Er keine Schuld an ihm finde.

Jst's nicht schrecklich, seiner trüben Laune sofreien Lauf zu lassen, daß man die unschuldigsten,bestgemeinten Dinge, ärger als die Feinde selbst,zu Bergen des Verraths und der sinnlosesten Unter-nehmung thürmet? Sprach Christus nicht, wielange vorher, so auch insonderheit jetzo von seinerZukunft zum Reich, als einem ganz andernReiche? Sprach er nicht lange vorher so? Er wiesseine eitlen Jünger und ihre narrischen Mütter mitihren Rangstellen ab und predigte ihnen dagegenK n e ch t s d e m u t h. Auch eben jetzt in den letztenTagen sagt er ihnen sein bitteres Schicksal voraus,ein Schicksal der Kreuzigung und des Todes;sagt der Stadt, dem Tempel, dem ganzen LandeRuin und Untergang voraus und das noch ebenin der Generation, die damals um ihn stand, dieihn überleben und dies traurige Schicksal erlebenwürde; und dies Alles, wie wir aus der Anklageder Zeugen sehen, beförderte ja eben mit sein En-de. O, wenn wir die Sache sehen wollen, wiesie da ist: wie natürlicher liegt Alles! Sind nichtdie Nagel, die ihn an's Kreuz heften mußten, vielungcsuchtcr vor uns? und waren alle die Umstandeund Reden, wie sic die Evangelisten entführen,nicht eine viel mehr pragmatische Beförderung