das Studium der Theologie betr. 445
„sie mit allen Umstanden an," ja, sie sagen zu-gleich: „woher er solches gewußt habe?" DurchsGesicht jenes Berges nämlich, da Moses und Eliasvon seinem Ausgange zu Jerusalem mitihm sprachen, und er von Stund an von Leiden,Kreuzigung und Tod redete. „Aber wenn er'seben darauf gewagt hakte?" Und was hätte erdenn gewagt? Was unternahm, was that er? DieTaubenkrämcr aus dem Tempel treiben, konnte janach jüdischem Rechte jeder Zelot, ohne dazu einenSchein von der Polizei oder dem Synedrium zu be,dürfen, die ihn auch wahrscheinlich versagt hätten.Den Heuchlern Wehe zugerufen hatte er längst;jetzt that er's lauter, weil seine Zeit kurz war unddringend seine Eile. Es war die letzte Stunde amTage seines Lebens. Und noch, wie hängt dasAlles mit Thron und Königreich zusammen? Durf-te er's nicht dem Pilatus ins Gesicht sagen: „meinReich ist nicht von dieser Welt. Wer hatmich dir überantwortet? nicht deine Römer!" Konn-te er's nicht der Rotte, die ihn sieng, ins Gesichtsagen: „ihr kommt zu mir, wie zu einem Mor-,„der. Bin ich nicht täglich bei euch im Tempel„gewesen und habe gelehret und ihr habt mich„nicht gegriffen; aber dies ist eure Stunde." Undwo griff man ihn? Außerhalb der Stadt, im Gar»ten, weil er sich in Jerusalem nicht mehr sicherwußte für Nachstellungen und erkauften Mördern.Worüber traf man ihn? Im Gebet. Wer warbei ihm? seine armen wehrlosen Jünger, die ihn so-gleich fliehend verließen. — Wahrlich, wenn dieseUmstände historische oder gerichtliche Erweise seines