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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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443
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das Studium der Theologie bctr. 4 g 3

tern, wo sich nur so etwas merken zu lasten, ihrentschiedenster Schimpf und Ruin gewesen wäre;was bleibt ihnen übrig, mein Freund, als gegenden schreienden Pöbelverstand, (wie sie es wenig-stens dafür halten) ihre bittere Galle zusammen zudrangen, und wenn sie sic im lebendigen Leben beiLeibcsgefahr bis zur Verhärtung in sich halten muß-ten , ihr wenigstens in Schriften und auf solcheWeise Luft zu schaffen? Kein Kluger wird es alsodem Herausgeber verübeln, daß er die Schrift, diein vielen Händen war, bekannt gemacht und nachder Weise der alten Egypter den Kranken an denMarkt gelegt hat, da nun jeder, der da will, ihnkuriren, oder an ihm doktern oder an und überihm studiren kann. Was mich schmerzt, ist,daß man die Schrift (nicht auf eines sonst sehrverdienten tobten Mannes, denn dem kann unserUrthcil nicht mehr schaden, sondern) auf Rechnungeines eben so verdienten lebenden Mannes*) setzt,dessen Denk - und Schreibart doch mit dem Geistedieses Buchs so kontrastirt, daß ich eher mich selbst,als ihn zum Verfasser angeben möchte. Aber so istdie Deutungssucht her Menschen; sie findet es im-mer leichter, nach dem Autor zu rathen und ihnzu lästern, als das Buch zu widerlegen und zuverbessern. Ich wollte, daß, statt alles Geschreiesdagegen, jemand in der Stille ein besseres: vom

*) Auch dieser ist jetzt in der Ewigkeit und hat inseinem Leben genugsam bezeugt, daß er gegendas Christenthum nicht geschrieben habe und nichtschreiben wollte.