Briefe,
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6n: einen Heiland, einen Erlöser von Sünden,ein Reich des Friedens zwischen Gott undden Menschen verkündigen die andern; nichtsaber, als arme Windeln werden den Hirten zumZeichen gegeben, daß sie ja keinen weltlichenKönig erwarten und suchen sollen. Zacharias inseinem Lobgesange erwartet einen geistlichen Er-löser, wie sein Sohn ein Prophet, ein geistli-cher Vorbote scyn sollte. Simeon stehet ein Lichtder Völker zum Preise seiner Nation; aber keinenirdischen König; vielmehr liefet er in dem Schicksaldes Kindes, daß cs zum Fall, zumAerger-niß, zum Widerspruch in Israel gesetzt sey,eben weil es auf eine so sonderbare, ungcglaubkeArt das Reich Gottes verkündigen und also noth-wcndig allgemeinen Widerspruch haben müßte. Hal-te man alle diese Umstände des Anbruchs sei-ner Erscheinung zusammen, bei der doch nolh-wendig, wie bei einem ausgehenden Stern vomEvangelisten die Erwartung auf's höchste gespanntwerden mußte , und sehe die durchhingehende D e-muth, die gehaltene stille Bescheidenheit undGeistigkeit (wenn ich so sagen darf) sowohl desHelden selbst als seines Verkündigers, selbst in derGlorie des Anfangs dieser Geschichte — lese mandieses und zwinge das Samenkorn des irdischenReichs hinein! Wo fand sich Christus zum ersten-mal zu Hause? wo erwachte zuerst seine jugendlicheSeele mit ihrem Lebcnsplane? Im Pallast oder imTempel? Und in diesem als ein irdischer Königoder als Schüler, Lehrer, Prophet? Wie hier dieaufbrcchende, noch halbgcschlofscne Vlüthe war,