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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. 4 33

schlechte Stadt, und Galiläa eine arme, unterdrück-te Provinz. Er war sei n en E l te rn u n te r-than, heißt's, half seinem Vater im Handwerk,und ließ sich also, (das ist erwiesen!) an ihremStande bis zum dreißigsten Jahre seines Lebensgenügen. Hätte ihm nun auch seine Mutter alledie Engclmahrchen (so wird und muß sie der Verf.nennen) frühe etzahlt, die vor und bei seiner Ge-burt sich zugetragen haben sollten, daß also stattdes Johannes seine Mutter die Ehrsüchtige ausdem Stamme Davids gewesen wäre, die ihm der-gleichen Funken des Ehrgeizes frühe in die Brustgesaet hätte; so konnte sie theils ohne neuen Unzu-sammenhang dieser Erzählung nichts hineinsäen, alSwas ihr der Engel gesagt, was sie von den Hirtenvernommen haben wollte, (und weder jene, nochdiese sprechen von einem weltlichen Reiche odergeben dazu die mindeste Hoffnung) theils sehen wiroffenbar, daß ihre ehrsüchtige Lüge auf ihren Sohnlange Zeit nichts gewirkt haben muß: denn er bliebbis zum dreißigsten Jahr, was sein Vater war,und in seinem Hause. Ja, wenn noch späterhinseine Brüder zu ihm sagen :gehe hin! in Jeru-salem, am Fest ist Schauplatz eines Propheten!"was antwortet er ihnen?

Bis dahin ist also alles aus der Lust gegriffen ;und nun, die Geschichte, wie sie da liegt, betrach-tet , geht Schritt für Schritt dem ersonnenen Wahnentgegen. Einen Sohn Gottes, ein ewigesReich auf dem Stuhle Davids kündigt der Engel

Herders Werke z. Nel. u. Thcol. IX. E e