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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. 435

so war die Frucht seines Lebens. Es ist die allge-meine Erfahrung, daß diese sich immer in jenerankündigt, und daß man von jener sicher auf diese,nicht auf ihr gerades Gegentheil, schließet.

Er kam zur Taufe Johannes: noch eine vcr-hüllcte Knospe, offenbar ohne Unterscheidung, ohneErwartung der Begebenheit, die vorgicng. Mögesein Wetter Johannes über ihn gedacht haben, waser wollte: wie bescheiden antwortet ihm Jesus!Möge er auch nachher von ihm und dieser Bege-benheit sprechen, was er will: immer sagt Jesus:,,ich nehme nicht Ehre von Menschen, ich bedarfnicht Johannes Zeugniß !" Und dieses sagt er nichtetwa aus listiger Ehrbegierde, wie ein Scylhe, derfliehend siegen, oder wie Easar, der zurückschiebenddie Krone haben will: sondern eben, da er scharffür seine Ehre, für sein Ansehen, nur für seinrechtes Ansehen stritt; und dies war allerdingsvon solcher Natur, daß cs des Vetters Johannesnicht nöthig hatte. Sey also die Erklärung bei derTaufe ein Gesicht gewesen! (daran zweifelt nie-mand, denn die Taube ließ sich wohl nicht greifen,saß ihm auch nicht auf dem Kopfe; die Zeit istauch vorüber, da sich ganze Länder darüber trenn-ten, ob der Schein dabei erschaffenes oder uner-schaffenes Licht war) sey es auch sogar JohannesGesicht allein gewesen, ohne daß die Menge essah, oder eine Menge dabei war; alles dies thut,dünkt mich, abermals nichts zur Sache: denn ge-nug! die gehörte oder erdichtete Stimme rief ihmnicht zu:sey König!" sondernsey Prophet!

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