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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

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listen und Apostel haben gedichtet, seine Hand-lungen in einen ganz andern Zusammenhang ge-stellt, als in dem sie wirklich sich zugetragcn u. f."Ist dies nun, so reißt der Faden aller Untersuch-ung auf Einmal ab. So wissen wir im achtzehn-ten Jahrhundert nichts rechtes von Christo, undder Vers, obgcnanntcr philosophischer Untersuchungmuß, statt aus einem so unstchern Grunde zu fol-gern , erst selbst eine Geschichte Jesu schreiben. Erthut dies auch wirklich in seinem Buch; nur frei-lich, daß sie eine Geschichte aus dem achtzehntenJahrhundert, ohne und gegen alle Beweise ausdem ersten und also gewiß seine Geschichte d. i.ein erzwungener Wahn über einzelne, aus ihrerOrdnung und Absicht gerissene Umstande seyn möch-te. Ich halte cs für äußerst unnütze Arbeit, Lichtin die Sonne zu tragen und weitläufig erweisen zuwollen, was ja alle Blatter der Geschichte sagen:daß Christus cs auf kein irdisches Reich angelegthabe, daß gerade das Entgegengesetzte auf die ent-schiedenste Weise der Zweck seines Lebens gewesensey; oder daß er der äußerste Thor hatte seyn müs-sen, wenn er auf solchem Wege zu solchemZiele gieng-Indessen, da auch Sie irre ge-

macht find: so will ich nur einige Züge hinwerfen,die keine andere Absicht haben, als Sie auf daszusammenhängende Ganze selbst zu weisen.

Arm und in niedrigem Stande war Christusgeboren, so ward er erzogen, und kein Exempcleines großen Standes, nach dem er hatte strebensollen, stand ihm vor Augen. Nazareth war eine

schlechte