Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
Entstehung
Seite
431
Einzelbild herunterladen
 

das Studium der Theologie betr. 4^1

muß:nein! die habe ich nicht; ich schließe eSaber aus euren eigenen Dokumenten!" wird manihm nicht noch scharfer ins Gesicht sehen und sa-gen :woher? beweise deine Schlüsse. Denn NL.Schlüsse, deine Schlüsse sind's nur; buch-stablich stehet davon nichts geschrieben. Jene mußtdu beweisen, wie sich irgend ein historischesUrthcil beweisen läßt."

Und wie beweiset der Autor dies sein Urtheilüber den ganzen Zweck eines Lebens? Damit, daßChristus auf einem Esel gen Jerusalem reitet, dieWechsler aus einer der Vorhallen des Tempels treibt,einer herrschenden Religionssecte (gar nicht der Obrig-keit) ihrer Heuchelei in Religionssachen wegen We-he zuruft und vielleicht Jahre vorher seine Schülerins Land umhergesandt hatte, die Ankunft einesReichs Gottes zu verkündigen. Also aus einigeneinzelnen, h erau s g e r i sse n en Handlun-gen, die theils selbst nicht sagen, was sie mit al-ler ihnen erwiesenen Gewalt sagen sollen; theils,wenn sie selbst (wie es doch gar der Fall nicht ist)zweideutig waren, nach aller natürlichen Billigkeitmit andern klarem, ja mit dem ganzen Leben inZusammenhang gestellt und aus allen nun erstgefolgert werden müßte:was der Zweck unddie Summe des Ganzen gewesen sey?" Und wohat dies der Autor gethan? wo in der Welt hater's thun können? Ec sieht sich im ganzen Geistund Facit der Geschichte Jesu so sehr widerlegt,daß er zu dem schrecklichen Nothzwange seine Zu-flucht nehmen muß:wir haben ganz und gar

keine achte Geschichte von Jesu. Die Evange-