das Studium der Theologie betr. 42g
tes richtendem Auge muß der Mensch also denZweck seiner Handlungen prüfen; nicht sie einrich-ten nach dem Auge der Menschen, seiner Zeitge-nossen oder der so oft irrenden und nie doch zurEnd - Richtcrin bestimmten Nachwelt. „Das Sy-„stcm des heutigen Jahres, sagt der oben angczo-,,gcne Schriftsteller, wird das Mahrchen des mor-denden seyn. Schöpft Muth, ihr armen Sterbli-„chen, die ihr unter den Nachwehen eurer guten„Absichten verzweifelt und die Fersenstiche eurer Un-ternehmung fühlt. Der Wille der Vorsehung muß„uns angelegentlicher seyn als der Dünkel unserer
„Zeitverwandten und Nachkommen-Ueberhaupt,
„lasset uns nie die Wahrheit der Dinge nach„der Gemächlichkeit schätzen, uns selbige„vor stellen zu können. Es gicbt Handlun-gen höherer Ordnung, für die keine Gleich-ung durch die Satzungen der Welt hcrausgcbracht„werden kann. Eben das Göttliche, das die„Wunder der Natur und die Original - Werke der„Kunst zu Zeichen macht, unterscheidet die Sit-ten und Thatcn ausgezeichneter, auserwähltcr„Menschen. Nicht nur das Ende, sondern der„ganze Wandel eines Christen (geschweige Christi)„ist der Mcisterplan des unbekannten , vcrborge-„ncn Werkmeisters, der Himmel und Erde gemachthat-"
Glauben Sie nicht, daß ich so fortfahrcn wer-be , mein Freund, denn sonst schiene cs gar, alsob wir vom Lebenszweck eines Menschen, geschwei-ge Christi, gar nichts wissen könnten; und alsdannhörte sowohl bei mir, als bei den Gegnern meiner