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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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429
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das Studium der Theologie betr. 42g

tes richtendem Auge muß der Mensch also denZweck seiner Handlungen prüfen; nicht sie einrich-ten nach dem Auge der Menschen, seiner Zeitge-nossen oder der so oft irrenden und nie doch zurEnd - Richtcrin bestimmten Nachwelt.Das Sy-stcm des heutigen Jahres, sagt der oben angczo-,,gcne Schriftsteller, wird das Mahrchen des mor-denden seyn. Schöpft Muth, ihr armen Sterbli-chen, die ihr unter den Nachwehen eurer gutenAbsichten verzweifelt und die Fersenstiche eurer Un-ternehmung fühlt. Der Wille der Vorsehung mußuns angelegentlicher seyn als der Dünkel unserer

Zeitverwandten und Nachkommen-Ueberhaupt,

lasset uns nie die Wahrheit der Dinge nachder Gemächlichkeit schätzen, uns selbigevor stellen zu können. Es gicbt Handlun-gen höherer Ordnung, für die keine Gleich-ung durch die Satzungen der Welt hcrausgcbrachtwerden kann. Eben das Göttliche, das dieWunder der Natur und die Original - Werke derKunst zu Zeichen macht, unterscheidet die Sit-ten und Thatcn ausgezeichneter, auserwähltcrMenschen. Nicht nur das Ende, sondern derganze Wandel eines Christen (geschweige Christi)ist der Mcisterplan des unbekannten , vcrborge-ncn Werkmeisters, der Himmel und Erde gemachthat-"

Glauben Sie nicht, daß ich so fortfahrcn wer-be , mein Freund, denn sonst schiene cs gar, alsob wir vom Lebenszweck eines Menschen, geschwei-ge Christi, gar nichts wissen könnten; und alsdannhörte sowohl bei mir, als bei den Gegnern meiner