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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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426
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Briefe,

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lieber, so greif dir selbst an deine Ohren und grei-fest du recht, so wirst du finden ein schön Paargroßer, langer, rauchcr Eselsohren: so wage vollendsdie Kost daran und schmücke sic mit güldnen Schel-len , auf daß , wo du gehest, man dich hören kön-,ne, mit Fingern aus dich weisen und sagen: sehet,sehet, da gehet das feine Thier, das so köstlicheWucher schreiben und trefflich wohl predigen kann.Alsdann bist du selig und überselig im Him-melreich? ja! da dem Teufel sammt seinen En-geln das Feuer bereit ist. Summa lasset uns Ehresuchen und hochmüthig sepn, wo wir mögen; hierscy Gottes die Ehre allein.

Fünfunddreißig ster Brief.

Kennen Sie, mein Freund, eine feinere Kritikund Philosophie als die über den Zweck einesMenschen? über den gestimmten Zweck der Hand-lungen seines Lebens? Wer kennct's bei sich selbstoft und allemal ? wer immer bei andern, selbst beiseinen geheimsten und innigsten Freunden? Werendlich bei Menschen, die Jahrhunderte, Jahrtau-sende vor uns gelebt, die wir nur aus dem Zeug-nis anderer, ihrer Mitgenosscn oder gar ihrerNachkömmlinge ansehcn und schätzen lernen? Werkennel's bei ihren v erfl0 chten ste n Handlungen ?wer insonderheit bei den verflochtensten Handlungen