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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. 42»

viel, zumal wenn er durch einander liefet, wie ichan Ihnen merke. Prüfen Sie sich selbst aufrichtig,und sagen Sie: ob Ihnen die unzähligen Journa-le, die vielen theologischen Streitschriften und Hetze-reien nutzen oder schaden? Wenn nichts weiter, soverrücken sie den rechten Gesichtspunkt, sie verder-ben Ihnen den ersten, gesunden, ruhigen Anblick,den Sie nothwendig von der Religion in IhrenJahren haben sollten, und haben konnten. Jetzttauchen Sie sich jeden Augenblick ins Meer, unge-wiß, ob Sie eine Perlen - oder Kvthmuschel, eineKorallenstaude oder eine Kröte Haschen, wo Sienicht gar einem Haysisch zum Raube werden.

Was hat's Ihnen z. E. geholfen, baß Siedas Buch vom Zweck Jesu jetzt schon gelesen ha-ben ? für Sic war's weder geschrieben, noch her-ausgcgeben: Sic können's weder berichtigen, nochwiderlegen. Nicht wahr? als Sie von Kind aufdie Geschichte der Evangelisten lasen, sahen Siewas anders darin, als Ihnen dieser Autor zeigt;aber wo zeigt er falsch? wo und woher ist's noth-wendig anders? Sie wissen's nicht:bei ihm istdoch auch manches so wahrscheinlich, so vernünftig!"und Gegcntheils war Ihr erster Eindruck so einfa-cher, so angenehmer, so schlichtwahrcr! Wo liegt'snun? wo ist der Arzt für Ihre eiternde Wunde?und Ihr erstes Gefühl ist wenigstens auf eineZeit wankend gemacht, Ihr erster Eindruck istverloren. Sehen Sie, das sind die schönen Folgender zu frühen Lectüre durcheinander. WollenSie's annehmen: so will ich Ihnen nächstens überden Inhalt des Buchs meine Meynung sagen. Le-ben Sie wohl.