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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

Luthers Vorrede zu seinen deutschen Büchern

>539.

Gern hätte ich'S gesehen, daß meine Bücherallesammt wären dahintenblieben und Untergängen.Und ist unter andern Ursachen Eine, daß mir grauetfür dem Ercmpel: denn ich wohl sehe, was Nutzesin der Kirche geschafft ist, da man hat außer undneben der heiligen Schrift angcfangcn, viel Bücherund große Bibliotheken zu sammeln, sonderlich oh-ne allen Unterschied allerlei Väter und Lehre aufzu-raffen. Damit nicht allein die edle Zeit und Scu-diren in der Schrift versäumet, sondern auch diereine Erkenntnis göttliches Worts endlich verlorenist, bis die Bibel, wie dem fünften Buch Mosegeschah, zur Zeit Josia, unter der Bank im Stau,de vergessen ist.

Auch ist das unsre Meynung gewest, da wirdie Bibel selbst zu verdeutschen ansiengen, daß wirhofften, es sollten des Schreibens weniger und desStudirens und Lesens in der Schrift mehr werden:denn auch alles andre Schreiben, in und zu derSchrift, wie Johannes zu Christo weisen soll, wieer spricht:ich muß abnehmen, dieser muß Zunah-me» damit ein jeglicher selbst mvcht' aus der fri-schen Quelle trinken , wie alle Väter, die etwasGuts haben wollen machen, haben thun müssen.Denn so gut werden's weder Concilia, Väter nochwir machen, wenn's auch aufs höchste und beste