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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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415
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das Studium der Theologie betr. 4 »5

Ganges, Aegypten, die MondSgebirge, wo keinerhinfragen konnte. Auch ist das ganze Buch in sei-ner Anlage, Fortleitung, in Vertheilung der Epi-soden, Reden, Sentenzen, Wundern, Fabeln, kurzin der ganzen Haltung vom Anfänge bis zu Ende,vom Augenblicke, da Proteus sich gebähren läßt,bis zum letzten Kapitel, wo Philostrat in aller Welt,selbst nur das leere Grab des Unsterblichen sucht,so sichtbar Roman, daß es keines wiederkommendcnguten Freundes von Apollonius, des Euphrates,bedarf, um das zu sehen und durchhin zu fühlen.Nichts stimmt ja mit Geographie und Geschichte:im ganzen Alterthum ist Apollonius nur als Magusbekannt, und selbst Lucian denkt an ihn, als anden Vater der Betrügereien und des Erzbctrügcrs,seines Alexanders : Tragödie nennt er sein Werkund Wesen. Hätte ein Christ auch nur die Hälftesolcher Aufschneidereien sich zu erzählen getrauet,wie würde man ihn verlachen und wegwerfen! undnun, da der Gott Apollonius auf Erden wandelt,hat man nicht Worte genug, ihn zu loben.

Ferne sey's von mir, Ihnen ein Buch verlei-den zu wollen, das, als Roman betrachtet, vielleichtdas schönste dieser Zeit ist. Ich habe gegen denSchreiber Philostrat nichts und beklage nur je-des Zeitalter, wo selbst das Ideal des Wah-ren und Guten, wie dieser Apollonius doch seynsoll, und dazu aus Flicken aller Weisen der Erdevon Pythagoras bis zu Jarchas, vom Ganges undden Mondsgebirgcn bis zu den Säulen Herkuleszusammengesetzt und citirt wird wo selbst diesIdeal solche preriöse Prellereien nöthig hatte,

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