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Briefe,
Form zu bringen, Auftrag. Dieser, den dieWahrheit des Inhalts weiter nicht angieng, sah,daß sich daraus was machen ließe; und somachte er's denn. Er giebt selbst darüber so rhe-torische Auskunft, daß dieser Held z. E. ihm ge-rade recht gewesen, weil er weder früher noch spä-ter, als — anderthalb Jahrhunderte vor ihm ge-lebt , daß er aus Sagen des Volks, aus Tcmpel-mahrchen, aus Briefen Apollonias an Könige, Lan-der und Städte, (die nach den vielleicht auch un-ächten Proben, die wir haben, nichts von seinemLeben enthielten und vornehme Orakelsprüche wä-re^) endlich aus dem weisen Manne Damis undMorigenes, die er selbst bei aller Gelegenheit her-untersetzt, geschöpft habe; und nachdem er nun ausStädten, aus Tempeln, aus Nachrichten, ausBriefen von Elis, Delphos, Indien, Aegypten,(o des Nhetvrs!) alles, alles Zuverlässige gesam-melt, so schreibt er der Kaiserin Julia ein Leben,zierlicher als der weise Mann Damis schreibenkonnte. Das letzte glaubt ein jeder: denn der So-phist, der sich (wenn diese Schriften von ihm sind),an nicht minder, als neunundfünfzig Leben derSophisten, vierundsechszig Beschreibungen vonGemälden, stimmt allen griechischen trojanischenHelden im Mahlen geübt hatte, der konnte ja jetztwohl einen Apollonius mahlen, wie man ihn gernsah. Man merkt, er gebt auf der Tradition, wieauf feurigen Kohlen, kann sie nicht zart, nicht de-likat genug behandeln, eilt immer davon weg undist desto reicher an Einschaltungen, vornehmen Sit-tcnsprüchen, entfernten Wunderdingen , Reisen.Sein schönster Schauplatz ist Asien, der Caucasus,