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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. §lZ

und Fabeln aus, und ließ sic durch nckcomantischeKünste von den Tobten heraufkommen. So erschienPythagoras mit seiner goldnen Hüfte, Abaris mitseinem Wunderpfeil , Empedokles, Epimcnidcs,Archytas u. a. Zum Glück haben wir ja noch dieLeben des ersten vom Porphyrius, Jamblichus undso viel schone Ueberbleibfel des philosophisch-theuc-gischen Geschmacks dieser Zeiten, daß darüber wei-ter keine Frage seyn sollte. Der Geschmack warleider! nun allgemein: eine Reihe Kaiser liebtenihn aus mancherlei Ursachen vorzüglich: man wußtedie thörichtsten Dinge mit der gesunden Vernunftzu reimen, wenn cs nur wunderbar, groß, theur-gisch ins Ohr siel. Die homerische, xenophontischeDichtung gab keinen Reiz mehr: selbst Plato warzu simpel: das Gericht mußte mit scharfern Wür-zen zubereitet werden; und so wurde das Ideal desWahren und Guten eine Gestalt, wie sie Am«monius, Porphyrius, Plotinus, Jam-blich u s, Philost rat an ihren magischen Hel-den schildern. Ich setze den letzten in die Klassejener und beklage, daß er in sie kam. Er warSophist, und wollte eigentlich kein Philosoph seyn;halte aber die Ehre, in das gelehrte Kränzchen derKaiserin Julia zu kommen, die, nach SpartianSBericht, eine Asiatin von Geburt, unter Priesternund Weisen erzogen, eine schreckliche Passion fürdiese Wunderweisheit hatte, und da ihr die Com,mentare des weisen Mannes DamiS, von einemVerwandten desselben käuflich aufgcschwatzt warenund sie sich an dessen Styl nicht erbauen konnte,ob ihr gleich die Materie sehr wohl gefiel: so gabsie dern Schönschreiber Philostrat, sic in bessere